Interview über den eBusiness-Lotsen Südostbayern mit führenden Tourismusverantwortlichen:

Interview mit

  • Alexandra Baschek: Leiterin Tourist-Information in Schönau am Königssee (http://www.koenigssee.de) und
  • Gabi Springl: Vermieterin (egglerlehen.de) und Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereines Schönau am Königssee

Schönau am Königssee ist mit jährlich rund 900.000 Übernachtungen einer der führenden       Tourismusorte in ganz Bayern.

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  • Brigitte Kuprian, erste Vorsitzenden der Anbietergemeinschaft „Urlaub auf dem Bauernhof Rupertiwinkel-Berchtesgaden“ (www.traumbauernhof.de) und aktive Vermietern (kochhof.de)

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Irmi Aschauer, Leiterin der Tourist-Information Bischofswiesen mit rund 275.000 Übernachtungen und 54.000 Gästeankünften (bischofswiesen.de)

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1) Wie haben Sie vom eBusiness-Lotsen erstmals erfahren und wie erhalten Sie aktuell Informationen zu Veranstaltungen?

Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Newsletter Berchtesgadener Land Tourismus GmbH

Antwort Irmi Aschauer:

  • Newsletter Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
  • Folder Seminarprogramm

Antwort Brigitte Kuprian:

  • Newsletter Berchtesgadener Land Tourismus GmbH
  • Prospekte

2) Wie haben Sie den eBusiness-Lotsen kennengelernt, was spricht Sie beim eBusiness-Lotsen besonders an?

– Antwort: Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Unkomplizierte Buchung
  • Interessante Themen
  • Keine weiten Wege zu Veranstaltungsorten

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Als effektive Informations-Plattform für Unternehmer kennengelernt, hier: Vermieter
  • Vielschichtiges Programm mit durchwegs professionellen und hochkarätigen Dozenten

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Aktuelle Themen
  • Kurze Anfahrtswege
  • Kostenlos

3) Vorteile des Projektes für das Tourismusmarketing im Allgemeinen

– Antwort: Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Neueste Informationen
  • Vielseitigkeit
  • Praxisnähe
  • Wissenswertes über aktuelle technische Möglichkeiten

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Unterstützung beim Aufbau einer ansprechenden Website (Websiteanalyse) mit wertvollen Infos zur Suchmaschinenoptimierung
  • Wecken von Interesse für Social Media, auch bei Personen, die dem Ganzen zögerlich gegenüberstehen – diese werden oftmals engagierte Nutzer
  • Erschließung neuer Vertriebswege

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Aktualität

4) Was ist dabei für einzelne Gastgeber besonders wertvoll

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Mit Social Media und Online Marketing können Bilder und Texte emotionaler kommuniziert werden.
  • Man kann sehr kurzfristig neue Informationen übermitteln und Fakten anpassen. Früher wurde Prospektmaterial für fixen Zeitraum gedruckt und konnte nicht verändert werden.
  • Durch Online-Buchbarkeit 24 h rund um die Uhr bessere Erreichbarkeit und weniger Arbeitsaufwand

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Geschwindigkeit des Informationsflusses
  • Stresslose Online-Buchung von Unterkünften, Konzertkarten, Tickets „vom Sofa aus“ = Urlaubszeitersparnis

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Man befindet sich wesentlich näher am Gast
  • Die Kommunikation mit dem Gast ist wesentlich intensiver (z.B. Wünsche für gute Fahrt vor der Anreise)

5) Beschreibung Verbesserung Prozessmanagement – wie wurden Arbeitsschritte und Abläufe in touristischen Unternehmen konkret beeinflusst?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Der Versand von Postkarten und Briefen wurde größtenteils durch Email ersetzt.
  • Freie Kapazitäten können Kunden kurzfristig und schnell zugänglich gemacht werden.
  • Online Marketing und Social Media ermöglichen Kontakt zu wesentlich größerem Kundenkreis. Dadurch mehr Neukunden.

Auch Veranstaltungen z.B. Almabtrieb können wesentlich effizienter beworben werden.

  • Man spart sich finanzielle Ressourcen für Zeitungsanzeigen mit fraglichem Rücklauf, der wiederum Prospektversand mit Zeit- und Kostenaufwand nach sich zieht.

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Geschwindigkeit des Informationsflusses
  • Schnelles Agieren (CMS)
  • Erreichen einer breit gestreuten und breit gefächerten Anzahl von Zielgruppen

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Geschwindigkeit des Informationsflusses
  • Schnelles Agieren (CMS)
  • Erreichen einer breit gestreuten und breit gefächerten Anzahl von Zielgruppen

6) Welche Vorteile hat der Gast durch Einsatz von digitalen Medien und moderner IT gegenüber früher?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Stets aktuelle Informationen.
  • Auswahl an aktuellen Bildern.
  • Durch Bewertungen ehrliche Einschätzung des Angebotes – nicht wie in der Vergangenheit täuschende Beschreibungen wie verkehrsgünstig gelegen, rustikaler Stil, sehr zentrale Lage, Strandnähe
  • Sofortige aktuelle Informationsbeschaffung.
  • Konkrete Lage durch Onlinekarten.

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Geschwindigkeit des Informationsflusses
  • Stresslose Online-Buchung von Unterkünften, Konzertkarten, Tickets „vom Sofa aus“ = Urlaubszeitersparnis

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Schnellere Antworten
  • Umfassendere Informationen über Betrieb, Ausflugsziele, Umgebung, Veranstaltungen, usw.
  • Durch Geoinformatik und Bewertungsplattformen mehr verlässliche Informationen über Lage und Qualität

7) Welche Vorteile habt ihr selbst im Unternehmen durch den Einsatz von digitalen Medien und moderner IT gegenüber früher?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Einsparung finanzieller Mittel für Inserate, Papier.
  • Durch eigenen Zeiteinsatz Einsparung an finanziellen Mitteln und authentische Aussagen mit vollem Hintergrundwissen.

– Antwort Irmi Aschauer:

Geschwindigkeit des Informationsflusses

  • Schnelles Agieren (CMS)
  • Erreichen einer breit gestreuten und breit gefächerten Anzahl von Zielgruppen

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Weniger finanzieller Einsatz
  • Zeitersparnis
  • Feedback von Gästen; dadurch besseres Erkennen der Schwachstellen und in der Folge steigende Qualität.

8) Welche Auswirkungen haben die Angebote des eBusiness-Lotsen auf das Verhältnis B2B (Gastgeber-Geschäftspartner)?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Schnelle Informationsverteilung
  • Wesentlich bessere Vernetzung

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Motivation zum Informationsaustausch mittels IT-Werkzeuge
  • dadurch schnellerer, in der Regel schriftlicher, verbindlicher Informationsaustausch
  • persönlicher Kontakt geht (leider?) zurück

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Durch Angebote in OM, SM u. IKT Gewährleistung von professioneller Zusammenarbeit.
  • Ohne zeitgemäße IKT wären die nötigen Arbeitsabläufe heute nicht mehr leistbar.

9) Wie veränderten sich die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe durch Online Marketing und Social Media.

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Morgens erster und abends letzter Blick ins Internet

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Viel Fachinformation beispielsweise zur Aufbereitung digitaler Fotos
  • Erfolgskontrolle durch Google Analytics
  • Kontrolle der Suchmaschinenrelevanz
  • Eigene Pflege von Inhalten durch CMS

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Man hat ständig den Fotoapparat dabei, um aktuelle Bilder zur Verteilung an Stammgäste und Interessenten anzufertigen
  • Freimeldungen müssen konsequent in Online-Buchungssystemen gepflegt werden
  • Durch den Mix von Offline und Online – Buchungen entstehen Fehlerquellen, deren Behebung noch nötig ist.
  • Im Verbund der Anbietergemeinschaft ist man sich einig, dass aufgrund der Emotionalität neben den IKT – Themen der persönliche Kontakt trotzdem nicht ganz zu ersetzen ist.

10) Welche konkreten Maßnahmen in den Bereichen Online Marketing, Social Media und Geoinformatik (z.B. Online-Karten) habt ihr selbst die letzten zwei Jahre umgesetzt?

– Antwort Gabi Springl:

  • Homepage erneuert
  • Aktuelle, professionelle Bilder
  • Suchmaschinenrelevante Texte
  • Stark zunehmende Kommunikation mit Gästen über Facebook
  • Eintrag in Google Maps
  • Stellenanzeige über Facebook.

– Antwort Alexandra Baschek:

  • Aktualisierung Website
  • Professionelle Bilder
  • Stark zunehmende Kommunikation mit Gästen und Gastgebern über Facebook
  • Gastgeber leiten Infos wiederum an Gäste weiter. Dadurch durchgängigere Kommunikation
  • Eintrag in Google Maps
  • Stellenanzeigen für Praktikanten über Facebook

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Online Marketing – Suchmaschinenoptimierung
  • Social Media – Erhöhung der Beitrags-Intensität, gezielte Inhalte
  • Geoinformatik – keine Maßnahmen, da das Knowhow noch fehlt (Geplant: Besuch entsprechender Seminare)

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Anbietergemeinschaft Urlaub auf dem Bauernhof neu: Facebook, YOUTUBE
  • Kochhof: seit ca. 2010 Facebook, neu: Pinterest, YOUTUBE, Google+ und Twitter

11) Aus welchem Grund habt ihr die Maßnahmen umgesetzt. Was möchtet ihr mit diesen Maßnahmen konkret erreichen, welche Ergebnisse sind bereits sichtbar?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Buchungen generieren
  • Einholen von Feedback
  • Teilnehmer für Veranstaltungen erhöhen
  • Mehr Urlaubsinteressenten sollen erreicht werden. Besonders jüngere Gäste – Schlagwort: Alte sterben aus.
  • Gäste mit umfassenden, emotionalen Inhalten zu längerem Aufenthalt animieren.
  • Gastgeber müssen sich dort aufhalten, wo sich zukünftige Gästegruppen bewegen.
  • Wir müssen mit internationaler Konkurrenz mithalten und können nur mit ständigen Bemühungen in Richtung zeitgemäßer IKT erfolgreich sein.

– Antwort Irmi Aschauer:

  • bischofswiesen.de: positive Entwicklung bei Google-Positionierung, Steigerung der Nutzer
  • Social Media: sukzessive Steigerung von „Freunden“ und Twitter-Follower.

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Stammgastmarketing
  • Bessere Sichtbarkeit in Onlinekarten
  • Besseres Suchmaschinenmarketing

Dadurch:

  • Steigende Zugriffszahlen
  • Generierung von positiven Bewertungen und dadurch Gewinnung von neuen Gästen
  • Mehr Stammgäste

12) Wo seht ihr für die Zukunft den größten Verbesserungsbedarf in euren oder euch bekannten Betrieben im Hinblick auf Online Marketing, Social Media und Geoinformatik (Online Karten)?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Viele Gastgeber haben keine vernünftige Website.
  • Schlechte Bilder; online Fotopool?
  • Wie muss ich Fotos Beschriften und mit Informationen hinterlegen, damit sie professionell Dargestellt werden und von Suchmaschinen gefunden werden.
  • Personalbeschaffung, besonders Azubis, Praktikanten, Aushilfen, Nachwuchskräfte.
  • Information über die wichtigsten Plattformen um an eine Möglichst breite Zielgruppe die wichtigsten Infos über den Betrieb zu kommunizieren und bei der Suche professionell dargestellt zu werden.

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Flächendeckend alle Betriebe E-Mail
  • Alle Betriebe Internet

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Geoinformatik-Themen haben die wenigsten KMU verstanden und erkennen den betrieblichen Nutzen noch viel zu wenig
  • Wer heute meint, im Social Media als fortschrittlich zu gelten gerät ohne Bemühungen schon morgen ins Hintertreffen
  • Die Veranstaltungen sollten mehr zielgruppenspezifisch geplant und ausgerichtet werden.

13) Haltet ihr es für nötig, sich in Zukunft mit den Themen zu befassen und weitere Maßnahmen anzustoßen oder ist die Branche bereits auf dem neuesten Stand?

– Antwort Alexandra Baschek u. Gabi Springl:

  • Ständig neue Anstöße sind lebensnotwendig für KMU.
  • Wenn man sich nicht ständig mit neuen Medien befasst gerät man ins Hintertreffen und kann Rückstände wenn überhaupt nur schwer aufholen.

– Antwort Irmi Aschauer:

  • Selbstverständlich besteht auch in Zukunft Bedarf, weitere Maßnahmen anzustoßen.
  • Die Entwicklung in den Vermieter-Betrieben ist positiv, aber es sind keineswegs alle Betriebe auf dem neuesten Stand.
  • Da der heute neueste Stand morgen bereits „veraltet“ ist, sind in Zukunft für alle Betriebe und Einrichtungen weitere Maßnahmen sinnvoll und gut.

– Antwort Brigitte Kuprian:

  • Mit OM und SM muss man sich ständig befassen, da durch die schnelllebige Entwicklung ansonsten kein dauerhafter Erfolg generiert werden kann.
  • Neue Themen müssen rechtzeitig erkannt werden, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können.