Das Sweatshirt bis zum Schaf verfolgen

Wichtige Säule des eBusiness-Lotsen vorgestellt – Großzügiges Angebot für heimische Unternehmer

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Heimische Unternehmen nutzen Kundenbeziehungen im Internet und steigern so ihren Gewinn:  Dieses Ziel hat das Projekt „eBusiness-Lotse Südostbayern“ der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land, der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH und der Rosenheimer Initiative zur Förderung der Informations- und Kommunikationstechnik (ROSIK). Am Dienstag stellte Projektleiter Cornelius Roth gemeinsam mit namhaften Referenten die Veranstaltungsreihe für die Projektsäule „Geoinformatik“ in der Lokwelt Freilassing vor. Die anwesenden Unternehmer zeigten sich überrascht und erfreut, dass sinnvoll genutzte Daten von Google Maps und Co. mehr Kunden bringen und die Anwendungen kein Hexenwerk sind.

Projektleiter Cornelius Roth von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land machte  zu Beginn der Veranstaltung deutlich: „Der e-Business Lotse Südostbayern ist eine einmalige Chance für Unternehmen fit im Internet zu werden, ohne Kosten und mit umfassender Unterstützung von Experten. Auch kleine Unternehmen brauchen heute mindestens einen ansprechenden Internetauftritt, um Kunden die Chance zu geben, sie über die neuen Medien zu erreichen. Ich appelliere deshalb an Sie, möglichst viele unserer Angebote zu nutzen.“
Tatsächlich bekommen die kleinen und mittelständischen Unternehmen der Landkreise Berchtesgadener Land, Traunstein und Rosenheim unter den drei Projektsäulen „Soziale Medien“, „Informationstechnologien“ und „Geoinformatik“ eine ganze Palette an Hilfen und Unterstützung.

Die Berchtesgadener Land Tourismus GmbH bietet bereits seit geraumer Zeit Workshops zu Sozialen Medien wie Facebook, Twitter und Co. an. Ziel der Veranstaltungen ist es, Unternehmern zu zeigen, wie ihnen soziale Netzwerke nützen, sie dort sinnvoll mit ihren Kunden kommunizieren und durch sie wesentlich bekannter werden.

Kostenfreie IT-Prüfungen bringt der Partner ROSIK in das Projekt ein. Bei ihm können Unternehmer ihre komplette EDV-Infrastruktur durchchecken lassen, auch zum hochaktuellen Thema Datenschutz. Zudem bietet die Wirtschafsförderungsgesellschaft  dienstags von 13 bis 15 Uhr unter Telefon 08654/7750-13 kostenfreie Infosprechstunden an, bei denen Unternehmer alle Internet- und EDV-Themen besprechen können, zu denen sie der Schuh drückt.

Die dritte Säule des Projekts, die  „Geoinformatik“, stand am Dienstag bei der Veranstaltung in Freilassing im Fokus. Grundsätzlich geht es darum, aus einer großen Datenmenge, die mit Ortsinformationen verknüpft ist, Antworten für bessere Kundenbeziehungen zu finden. Jeder hinterlässt Spuren, zum Beispiel auf Lieferscheinen, Bildern in Geodiensten wie Google Maps oder mit seiner Postleitzahl, nach der er beim Einkauf an der Supermarktkette gefragt wird. Anschaulich schilderte Referent Martin Horvath von der Firma Primebird, wie Firmen Geodaten für ihre Zwecke gewinnbringend einsetzen. Gibt der Kunde der Firma „Icebreaker“ zum Beispiel die Nummer seines gekauften Sweatshirts auf der Homepage des Unternehmens ein, erfährt er wo das Schaf steht, das die Merinowolle für das Shirt lieferte, wo das Shirt gefertigt wurde und wie lange der Schiffweg war. „Hier sind jede Menge Daten mit Ortsbezug hinterlegt, die das Unternehmen nutzt, um sich als umweltfreundlich darzustellen“, erklärte Referent Horvath.
So umfassend muss es für heimische Unternehmen gar nicht sein. Wenn der Betreiber einer Pension im Berchtesgadener Land eine Karte des Wikipedia-ähnlichen kostenfreien Kartendienstes „Open StreetMap“ in seinen Internetauftritt einpflegt, hat er gleich einen großen Wettbewerbsvorteil, erklärte Stefan Krampe vom Unternehmen TraffiCon.  „Können wir unseren Gästen so auch Wander- oder Radkarten auf unserer Homepage zur Verfügung stellen?“, fragte eine Besucherin. „Natürlich, das ist einfach und gleichzeitig ein tolles Kundenangebot“, so die Antwort des Referenten. Auch Speditionen oder Werbeagenturen profitieren von Geodaten, mit denen sie Routen optimieren oder Werbeplakate gezielt positionieren können. Bauingenieure, Planer und Architekten finden heutzutage praktisch alle Grundlagen ihrer Arbeit ebenfalls im Internet, machten Rupert Loidl und Stefan Prantler vom Landesvermessungsamt Freilassing klar. Im Bayernatlas des Bayerischen Finanzministeriums sind zum Beispiel detailgenaue Parzellarkarten hinterlegt.

Wie kleine und mittelständische Unternehmer genau die Geodaten nutzen können, die für ihr Geschäft Sinn machen, erfahren sie in fünf Seminaren ab September.

In fünf Workshops werden die heimischen Unternehmer von den Experten Stefan Prantler, Vermessungsamt Freilassing, Stefan Krampe, TraffiCon, Martin Horvath, Primebird, Elisabeth Weinke, Universität Salzburg, Johann Baumann, g21, und Rupert Loidl, Vermessungsamt Freilassing, (Foto von links) fit zum Thema „Nutzen von Geodaten“ gemacht.

In fünf Workshops werden die heimischen Unternehmer von den Experten Stefan Prantler, Vermessungsamt Freilassing, Stefan Krampe, TraffiCon, Martin Horvath, Primebird, Elisabeth Weinke, Universität Salzburg, Johann Baumann, g21, und Rupert Loidl, Vermessungsamt Freilassing, (Foto von links) fit zum Thema „Nutzen von Geodaten“ gemacht.

Cornelius Roth appellierte zum Schluss an die Anwesenden, ihm vorab ihre Bedürfnisse mitzuteilen, damit die Veranstaltungen möglichst kundengerecht konzipiert werden können:

Den Ortsbezug eigener Daten zu nutzen, bringt für Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil mit sich“, so Roth.